Handy Statistiken

Handy Statistiken – was Sie vielleicht noch nicht wussten

Die Entwicklung in der Kommunikationstechnik schreitet stetig voran. Gab es im Jahr 1998 in rund 11 Prozent aller deutschen Haushalte ein Handy, so ist heute in nahezu jedem deutschen Haushalt ein Mobiltelefon zu finden. Das Schreiben von SMS, E-Mails oder die Nutzung von sozialen Medien ist zur Normalität geworden. Doch neben Statistiken zu Mobiltelefonen in Haushalten gibt es viele weitere interessante Zahlen. Beispielsweise in welchen Ländern die meisten Mobilfunkverträge abgeschlossen werden oder wie Smartphone-Besitzer ihr Smartphone im Alltag nutzen.

Stetig steigende Zahlen an Mobiltelefonen weltweit

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht regelmäßig Zahlen, welche sehr gut die Entwicklung in der Kommunikationstechnik zeigen. So gab es im Jahr 1998 noch deutlich mehr Festnetzanschlüsse als Mobiltelefone. Im Jahr 1998 besaßen von 100 deutschen Haushalten rund 97 Haushalte einen Festnetzanschluss. In den vergangenen Jahren ist die Zahl an Festnetzanschlüssen stetig gesunken. Hingegen die Zahl der Mobiltelefone stetig gestiegen. Im Jahr 2013 gab es in Deutschland erstmals mehr Mobiltelefone als Festnetzanschlüsse.

Wie anhand der Statistik gut zu sehen ist, nimmt die Zahl der Festnetzanschlüsse in den vergangenen Jahren stetig ab. Im Jahr 2018 gab es nur noch in 84.9 Prozent der deutschen Haushalte ein Festnetztelefon. Gleichzeitig besaßen 96.7 Prozent der deutschen Haushalte ein Handy. Davon waren 77.9 Prozent Smartphones. Die Zahl der Mobiltelefone in deutschen Haushalten steigt jedoch nicht mehr so rasant wie zwischen 1998 und 2003 sowie 2003 und 2008. Dies zeigt das nächste Diagramm, welches die Zahl der Mobiltelefone zwischen 2012 und 2022 in deutschen Haushalten zeigt. Eine weitere Statistik zeigt die Zahl an Mobiltelefonen in deutschen Haushalten in Millionen.

Zwischen 1998 und 2018 stieg die Zahl der Mobiltelefone von 4.5 Millionen auf 74.4 Millionen. Davon waren 58.5 Millionen Smartphones. Im Vergleich dazu gab es im Jahr 2018 43.5 Millionen Festnetztelefone und 54.4 Millionen stationäre PCs. Mit 98.1 Prozent gab es im Jahr 2022 in nahezu jedem deutschen Haushalt mindestens ein Handy. Die Zahl der Nutzer von Smartphones betrug 81.1 Prozent. Manche werden sich vielleicht wundern, dass die Zahl nicht höher ist, da es in einigen deutschen Haushalten mehr als ein Handy gibt. Doch speziell in einigen Seniorenhaushalten gibt es oft noch kein Handy.

Die weltweite Entwicklung sieht ähnlich aus. Im Jahr 2016 gab es einem Bericht von Statista zufolge erstmals mehr Handys als Menschen auf der Erde. Im Jahr 2022 gab es 8.58 Billionen Mobilfunkverträge bei einer weltweiten Bevölkerung von 7.95 Billionen.

Vereinigte Arabische Emirate – das Land mit den meisten Mobilfunkverträgen

Die meisten Mobilfunkverträge werden in den Vereinigten Arabischen Emiraten abgeschlossen. Die erhobenen Daten stammen von Our World in Data. Im arabischen Staat befindet sich nahezu jede Person im Besitz von zwei Mobilfunkverträgen (Stand 2021). Im Vergleich dazu kommen in Deutschland auf 100 Personen 127.6 Mobilfunkverträge. Ähnliche Zahlen gibt es in der Schweiz mit 127.3 Mobilfunkverträgen pro 100 Einwohner. In Österreich sind die Zahlen der Verträge mit 122 Mobilfunkverträgen pro 100 Personen etwas niedriger.

Interessant ist auch ein direkter Vergleich von Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten zwischen 2005 und 2021 anhand einer Statistik. Im Diagramm aufgeführt wird auch die Zahl der Mobilfunkverträge pro 100 Personen von Österreich und der Schweiz.

Interessant an dieser Statistik zu sehen ist, dass die Zahl der Handy-Abos nicht mit der Zahl der Mobiltelefone vergleichbar ist, denn es gibt einige Personen, die kein Handy-Abo abschließen, aber ein Mobiltelefon besitzen. So gab es in den vergangenen Jahren keinen Anstieg mehr. Gut zu sehen ist dies beispielsweise bei Österreich. Gab es im Jahr 2012 noch 161.2 Verträge pro 100 Einwohner, gab es in den darauffolgenden Jahren einen stetigen Abwärtstrend. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Mobilfunkverträge in Österreich bei rund 120 Verträgen pro 100 Personen eingependelt. Von 2009 bis 2012 gab es in Österreich mehr Mobilfunkverträge pro 100 Personen als in den Vereinten Arabischen Emiraten.

Doch auch in den Vereinten Arabischen Emiraten war in den vergangenen Jahren ein leichter Abwärtstrend zu bemerken. Den Höhepunkt gab es im Jahr 2016 mit 221.3 Mobilfunkverträgen pro 100 Personen. Dementsprechend gab es 2016 mehr als zwei Verträge pro Person. In Deutschland gab es zwischen 2005 und 2021 einen leichten Anstieg an Handy-Abos mit 97.6 auf 127.6 pro 100 Personen. Ähnlich verhalten sich die Zahlen in der Schweiz.

Wussten Sie, dass im Jahr 1990 lediglich 0.3 pro 100 Personen ein Handy-Abo in Deutschland hatten? In einigen Ländern Europas wie Polen, Griechenland, Bulgarien oder Rumänien gab es zu dieser Zeit laut den Daten von Our World in Data keine Mobiltelefon-Abos. Die Vorreiterrolle in den 90er Jahren nahmen skandinavische Länder ein.

So wurden in den 90er-Jahren in Norwegen, Schweden und Finnland die meisten Mobilfunkverträge in Europa abgeschlossen. Auch weltweit gesehen waren die skandinavischen Länder Spitzenreiter. 1990 hatten in den USA lediglich 2.1 pro 100 Personen ein Handy-Abo. Zum Vergleich gab es in Schweden bei 5.4 pro 100 Personen einen Mobilfunkvertrag. In Finnland 5.2 pro 100 Einwohner und in Norwegen 4.6 pro 100 Einwohner. Somit hatte in diesen Ländern etwa jeder 20zigste Bürger bereits 1990 ein Handy-Abo.

Die Nationen mit den meisten und wenigsten Mobiltelefon-Abos pro 100 Personen

Eine klare geografische Tendenz in Bezug auf die Länder mit den weltweit meisten Handy-Abos pro 100 Personen gibt es nicht. In der Statistik mit den 10 Top-Nationen sind Länder aus Asien, Europa, Afrika als auch Mittelamerika zu finden. Dennoch gibt es einige Länder in dieser Statistik, bei denen womöglich die wenigsten Menschen glauben würden, dass diese Länder in den Top-10 der weltweit am meisten abgeschlossenen Mobilfunkverträge zu finden sein würden.

Im Gegensatz zu den Geburtenzahlen Statistiken mit vielen Neugeborenen pro 1.000 Einwohner sind viele afrikanische Länder unter jenen Nationen, in denen die weltweit die wenigsten Handy-Abos abgeschlossen werden. Beispielsweise werden im Südsudan von nur etwas mehr als 12 pro 100 Einwohnern Mobiltelefon-Abos abgeschlossen, während die meisten Länder Europas über 100 Prozent aufweisen.

Smartphone-Nutzung Statistik

Bei der einen oder anderen Smartphone-Nutzung Statistik kursieren sehr unterschiedliche Zahlen im Internet. Das Statistische Bundesamt stellt keine Zahlen bereit. Dennoch sollte es sich um vertrauenswürdige Zahlen handeln. Bei Zahlen und Fakten beziehe ich mich auf die Daten von RescueTime. Hierbei handelt es sich um ein amerikanisches Unternehmen, welches mit der RescueTime App eine Time Tracking Software bereitstellt und mit den erhobenen Daten einige interessante Zahlen zur Smartphone-Nutzung veröffentlichte.

Die Daten stammen von rund 11.000 Nutzern, welche die RescueTime App nutzten. Daraus ging hervor, dass Nutzer in den USA durchschnittlich rund 3 Stunden und 15 Minuten täglich ihr Smartphone nutzten. Dabei handelt es sich jedoch nur um einen Durchschnittswert, den 20 Prozent der Nutzer mit 4.5 Stunden in die Höhe hoben. Andere Smartphone-Nutzer verbrachten weniger Zeit pro Tag mit ihrem Smartphone.

Eine interessante Hintergrundinformation ist, dass das Smartphone am Wochenende nicht häufiger beziehungsweise länger genutzt wurde. Das Gegenteil ist der Fall. RescueTime stellte fest, dass es an Werktagen eine etwas längere Smartphone-Nutzung gab.

Smartphone Nutzung – so oft wird zum Smartphone gegriffen

Ebenso interessant sind die Zahlen, wie oft zum Mobiltelefon gegriffen wird. Laut RescueTime greifen Nutzer durchschnittlich 58-mal pro Tag zum Smartphone. Mehr als die Hälfte davon während der Arbeitszeit zwischen 9:00 und 17:00 Uhr.

Andere Quellen geben rund 40-mal pro Tag an. Dabei handelt es sich meist um kurze Interaktionen. 70 Prozent von den 58-mal wird das Smartphone mit weniger als 2 Minuten nur kurz genutzt. Bei 25 Prozent der Interaktionen beträgt die Nutzungszeit zwischen 2 und 10 Minuten. Und bei nur 5 Prozent der Interaktionen erfolgt die Smartphone Nutzung länger als 10 Minuten.

Meist, wenn zum Smartphone gegriffen wird, werden Anrufe angenommen oder es wird beispielsweise nachgesehen, ob es Meldungen auf sozialen Plattformen gibt. Zudem wird mit den erhobenen Daten festgehalten, dass die meisten Nutzer ihr Smartphone nicht länger als 1 Strunde 43 Minuten aus den Augen lassen, um kurz bei Twitter oder Facebook nachzusehen oder andere Interaktionen mit dem Smartphone durchführen.

Die erhobenen Daten beziehen sich auf amerikanische Nutzer. So kann es je nach Land starke Unterschiede bezüglich der Nutzung des Smartphones geben. Das zeigt ein Beitrag bei Exploding Topics. Den dortigen Angaben zufolge sind die Filipinos weltweit die absolute Nummer 1 bei der Smartphone Nutzung. Im Durchschnitt spendet ein Filipino etwa 5 Stunden und 47 Minuten Zeit mit seinem Smartphone. In Deutschland scheinen Nutzer weniger oft zum Smartphone zu greifen. Durchschnittlich 2 Stunden und 14 Minuten pro Tag. In Österreich und der Schweiz sind es mit durchschnittlich 2 Stunden und 29 Minuten ähnliche Zahlen.

Größte Smartphone Hersteller – diese Marken beherrschten den weltweiten Markt

Ältere Generationen können sich sicher noch daran erinnern, als Nokia in den 2000er-Jahren lange der größte Mobiltelefon-Hersteller war. Ab 2011 war es dann ein Duell zwischen Apple und Samsung um die Krone der größten Smartphone Hersteller. Doch auch andere Hersteller wie Xiaomi oder Vivo drückten in den letzten Jahren laut den Zahlen von Statista auf den Markt.

Die hier zu sehenden Statistiken beziehen sich immer auf das vierte Quartal, welche Leser einen kleinen Einblicke in Bezug auf die weltweiten Marktanteile in der Vergangenheit verschaffen. Auch wenn hier zu sehen ist, dass Apple in einigen Quartalen mehr Marktanteile hat als Samsung hatte, war Samsung von 2011 bis 2023 stets der weltweite Marktführer als Smartphone-Hersteller. Im Jahr 2023 hatte Apple erstmals mit 234.6 Millionen iPhones mehr Smartphones als Samsung (226.6 Millionen) verkauft.

Wie anhand dieses Marktanteil Smartphone-Hersteller Diagramms zu sehen ist, hatte Nokia mit 27.6 Prozent im Jahr 2010 mit Abstand die meisten Marktanteile. Samsung hatte im vierten Quartal 2010 nur 9.4 Prozent. Dies änderte sich bis zum vierten Quartal 2013. Samsung hatte mit 28.8 Prozent die Vorreiterrolle übernommen und wurde zum größten Smartphone-Hersteller weltweit. In den folgenden Jahren hatte dann immer Apple im vierten Quartal die Nase vorne. In den Jahren 2016 und 2019 nur knapp. Im vierten Quartal des Jahres 2022 sicherte sich Apple mit 24.1 Prozent deutlich mehr Marktanteile. Interessant an dieser Statistik zu sehen ist, dass sich der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi über die Jahre kontinuierlich mehr Marktanteile sicherte. So stiegen die Marktanteile von 2.03 Prozent im vierten Quartal 2013 auf 11 Prozent im vierten Quartal 2022.

Auch Huawei verzeichnete zwischen 2013 und 2019 im vierten Quartal einen stetigen Anstieg der Marktanteile. Allerdings spielte Huawei im vierten Quartal 2022 in Bezug auf die Markanteile keine bedeutende Rolle mehr. Ähnlich erging es Nokia. Der skandinavische Mobiltelefon-Hersteller war im zweiten Quartal 2012 das letzte Mal unter den weltweit größten Smartphone-Herstellern zu finden.

Laut einer Statistik von Statista zählten zu den beliebtesten Smartphone-Marken Deutschlands Samsung (36 Prozent), Apple (34 Prozent), Xiaomi (8 Prozent) und Huawei (7 Prozent). Starke Abweichungen zum weltweiten Marktanteil gibt es somit nicht, wobei Vivo nicht unter den bedeutendsten Smartphone-Herstellern am deutschen Markt zu finden ist. Vivo sichert sich vor allem in Asien viele Marktanteile. Mehr detaillierte Infos zu den verschiedenen Smartphone-Herstellern gibt es im Artikel Handy Verkaufszahlen – ein umfassender Überblick.

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